Wie läuft eine Feuerbestattung in Offenbach ab?
Der Ablauf einer Feuerbestattung in Offenbach folgt klar geregelten Schritten: Nach der Feststellung des Todes durch eine Ärztin oder einen Arzt wird der Leichenschauschein ausgestellt. Ab jetzt werden alle weiteren Schritte von einem Bestattungsinstitut übernommen. Der Verstorbene wird in eine Kühleinrichtung überführt, anschließend hygienisch versorgt, angekleidet und eingebettet. Nun kann eine Trauerfeier mit dem Sarg stattfinden. Alternativ kann auch eine sogenannte stille Einäscherung erfolgen, d.h. der Verstorbene wird zuerst kremiert und danach erfolgt eine Trauerfeier vor der Urne mit anschließender Beisetzung.
Vor der Einäscherung ist eine zweite Leichenschau durch einen Gerichtsmediziner zwingend vorgeschrieben, außerdem muss eine Sterbeurkunde oder zur Ausnahme eine sog. Zurückstellung der Beurkundung, ausgestellt durch das Standesamt des Sterbeortes, vorliegen. Um all diese Formalitäten kümmert sich Ihr Bestatter. Das Standesamt befindet sich derzeit in der Herrnstraße 61, im sog. Bernardbau. Die Kremierung erfolgt in der Regel im Krematorium Offenbach, welches durch seine gute Organisation, Verlässlichkeit und Serviceorientierung punktet.
Die fünf Schritte im Überblick:
- Erstkontakt beim Bestattungsinstitut und Überführung vom Sterbeort
- Anmeldung beim Standesamt Offenbach, Sterbeurkunden, Abmeldungen
- Zweite Leichenschau und Anmeldung im Krematorium Offenbach
- Trauerfeier – wahlweise vor oder nach der Kremation
- Urnenbeisetzung auf einem Offenbacher Friedhof, im Friedwald oder auf See
Anruf beim Bestattungsinstitut – im Trauerfall und Notfall rund um die Uhr. Aus unterschiedlichen Gründen wird empfohlen bis morgens zu warten. Überführung des Verstorbenen vom Sterbeort (Wohnung, Pflegeheim oder Klinik) in die Räume des Bestatters. Erste Beratung der Angehörigen.
Schritt 2: Formalitäten und Sterbeurkunde
Das Bestattungsinstitut übernimmt die Anmeldung beim Standesamt Offenbach, beschafft die Sterbeurkunden und meldet bei Bedarf Renten, Versicherungen und Verträge ab.
Schritt 3: Zweite Leichenschau und Anmeldung im Krematorium
Vor der Einäscherung ist in Hessen die zweite Leichenschau Pflicht. Das Bestattungsinstitut meldet die Kremation beim Krematorium Offenbach an.
Schritt 4: Trauerfeier und Einäscherung
Die Trauerfeier findet wahlweise vor der Kremation mit Sarg oder nach der Einäscherung mit der Urne statt. Im Krematorium Offenbach ist nach Absprache die Anwesenheit bei der Übergabe des Sarges möglich.
Schritt 5: Urnenbeisetzung
Nach der Kremation wird die Asche in einer Aschekapsel versiegelt und in die Urne überführt. Die Beisetzung erfolgt auf einem Offenbacher Friedhof, im Friedwald oder auf See – je nach Wahl.
Welche Friedhöfe in Offenbach kommen für die Urnenbeisetzung in Frage?
Für eine Feuerbestattung in Offenbach stehen fünf städtische Friedhöfe zur Verfügung. Der Neue Friedhof an der Mühlheimer Straße ist mit rund 124.000 Quadratmetern die zentrale Beisetzungsstätte und beherbergt das Krematorium. Daneben bestehen der Alte Friedhof an der Friedrichstraße sowie die Stadtteilfriedhöfe in Bürgel, Bieber und Rumpenheim.
Träger der Offenbacher Friedhöfe ist die ESO – Energieversorgung Offenbach Stadtservice. Die Friedhofsverwaltung sitzt in der Mühlheimer Straße 425 und koordiniert Grabwahl, Beisetzungstermine und Gebühren. In Offenbach stehen je nach Friedhof unterschiedliche Grabarten zur Verfügung – von klassischen Urnenwahlgräbern und Urnenreihengräbern über halbanonyme Felder bis zu anonymen Urnenbeisetzungen.
| Friedhof | Lage / Stadtteil | Bemerkung |
|---|---|---|
| Neuer Friedhof Offenbach | Mühlheimer Straße 425, 63075 Offenbach | Zentrale Begräbnisstätte mit Krematorium |
| Alter Friedhof | Friedhofstr. 21, 63065 Offenbach | Historisch bedeutend, Standort des ersten Krematoriums |
| Friedhof Bürgel | Arendsstr. 12, 63075 Offenbach | Stadtteilfriedhof |
| Friedhof Bieber | Dietesheimer Str. 41, 63073 Offenbach | Stadtteilfriedhof |
| Friedhof Rumpenheim | Mainkurstraße 20, 63075 Offenbach | Stadtteilfriedhof |
Übersicht der städtischen Friedhöfe in Offenbach. Verfügbarkeit einzelner Grabarten erfragt das Bestattungsinstitut bei der Friedhofsverwaltung.
Welche Beisetzungsformen gibt es nach der Einäscherung?
Nach einer Feuerbestattung in Offenbach stehen sieben gängige Beisetzungsformen für die Urne zur Wahl. Sie unterscheiden sich in Pflegeaufwand, Anonymität, Naturnähe und Möglichkeit für individuelle Gestaltung. Welche Form passt, hängt davon ab, welcher Aspekt im Vordergrund steht.
| Beisetzungsform | Pflege | Persönlicher Ort | Naturnähe |
|---|---|---|---|
| Urnenwahlgrab | durch Angehörige | ja, individuell gestaltbar | klassisch |
| Urnenreihengrab | durch Angehörige | ja, schlichter | klassisch |
| Halbanonyme Urnenbeisetzung | durch Friedhof | Namenstafel vorhanden | klassisch |
| Anonyme Urnenbeisetzung | durch Friedhof | kein fester Ort | klassisch |
| Kolumbarium / Urnenwand | gering bis entfallend | ja, Nische mit Name | kompakt, witterungsgeschützt |
| Baumbestattung / Friedwald | naturbelassen | ja, am Baum | sehr hoch |
| Seebestattung | entfällt | nein, See als Ort | sehr hoch |
In Hessen besteht grundsätzlich Friedhofspflicht. Baumbestattungen im Friedwald und Seebestattungen sind als gesetzlich geregelte Ausnahmen zulässig. Nach aktueller Rechtslage in Hessen ist eine private Aufbewahrung der Urne grundsätzlich nicht zulässig – sie muss an einem gesetzlich zugelassenen Ort beigesetzt werden.
Was kostet eine Feuerbestattung in Offenbach?

Die Kosten einer Feuerbestattung in Offenbach setzen sich aus drei Bereichen zusammen: den Leistungen des Bestattungsinstituts, Fremdkosten (Trauerfeier, Floristik, Trauerredner, Steinmetz) und Friedhofsgebühren der Stadt Offenbach. Eine pauschale Angabe ist nicht möglich, weil die Gesamtkosten stark von Beisetzungsform, Trauerfeier und individuellen Wünschen abhängen.
Eine Einäscherung ist in der Regel günstiger als eine Erdbestattung, weil Urnengrabstätten weniger Fläche benötigen und die Folgekosten für Grabmal und Pflege geringer ausfallen. Im Krematorium Offenbach fallen für die Kremation und zweiten Leichenschau Kosten an. Die Friedhofsgebühren der Stadt Offenbach variieren je nach Grabart – die Friedhofsverwaltung ESO informiert über die aktuell gültige Gebührenordnung.
| Kostenbereich | Was enthalten ist |
|---|---|
| Bestatterleistung | Sarg, Urne, Überführung, hygienische Versorgung, Einsargung, Beratung, Organisation der Trauerfeier, Behördengänge |
| Fremdkosten | Trauerfeier, Floristik, Trauerredner, Musik, Druckerzeugnisse (Karten, Anzeigen), Steinmetz |
| Krematorium & Verwaltung | Kremationsgebühr, zweite Leichenschau, Sterbeurkunden, Friedhofsgebühren der Stadt Offenbach |
Beispielrechnung: Einäscherung mit Trauerfeier auf dem Neuen Friedhof
| Position | Richtwert* |
|---|---|
| Bestatterleistung + Beratung (Sarg, Urne, Überführung, Versorgung, Organisation, hygienische Versorgung) | ca. 2.500 € |
| Krematorium Offenbach inkl. zweiter Leichenschau | ca. 650 € |
| Trauerhallennutzung | ca. 250 € |
| Trauerredner | ca. 500 € |
| Floristik | ca. 350 € |
| Friedhofsgebühren Urnenwahlgrab (Nutzungsrecht 30 Jahre) | ca. 1.250 € |
| Beisetzungskosten/Dienstleistung | ca. 970 € |
| Gesamt (Richtwert, ohne Grabstein und Grabpflege) | ca. 6.470 € |
*Unverbindliche Orientierung für eine mittlere Ausstattung. Verbindliche Preise nach persönlichem Beratungsgespräch und Wahl der Beisetzungsform. Die Friedhofsgebühren entnehmen Sie der jeweils aktuellen Gebührenordnung der Stadt Offenbach.
Wann ist eine Bestattungsvorsorge sinnvoll?
Eine Bestattungsvorsorge ist sinnvoll, wenn der eigene Wunsch zur Feuerbestattung verbindlich festgelegt werden soll. Sie entlastet Angehörige im Trauerfall organisatorisch und finanziell und dokumentiert Wünsche zu Beisetzungsform, Trauerfeier und Ablauf. Die finanzielle Absicherung erfolgt typischerweise über eine Sterbegeldversicherung oder ein Treuhandkonto.
Wer zu Lebzeiten festlegt, wie die eigene Bestattung ablaufen soll, nimmt den Angehörigen schwere Entscheidungen in einem ohnehin belastenden Moment ab. In einer Kremationsverfügung wird der Wunsch nach einer Einäscherung schriftlich dokumentiert. In einem Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestattungsinstitut werden alle weiteren Details festgehalten: Beisetzungsform, Ort der Trauerfeier, Musikauswahl, gewünschte Begleitung. Pietät Hayer bietet hierfür einen Online-Vorsorgekonfigurator – das persönliche Gespräch im Institut bleibt aber Standard.
Bestandteile einer durchdachten Bestattungsvorsorge:
- Kremationsverfügung mit dem schriftlich festgehaltenen Wunsch zur Einäscherung
- Festlegung der Beisetzungsform (Urnenwahlgrab, Baumbestattung, See, Kolumbarium etc.)
- Vorgaben zur Trauerfeier (kirchlich, weltlich, im engsten Kreis oder offen)
- Finanzielle Absicherung über Sterbegeldversicherung oder Treuhandkonto
- Hinterlegung der Unterlagen an einem zugänglichen Ort und Information vertrauter Personen
Welche Tradition hat die Feuerbestattung in Offenbach?

Die Feuerbestattung in Offenbach hat eine ungewöhnlich lange Geschichte: Bereits 1891/92 wurde auf dem Alten Friedhof an der Friedrichstraße ein frühes deutsches Krematorium errichtet, gefördert durch Oberbürgermeister Brink und unterstützt vom Frankfurter Verein für Feuerbestattung. Genehmigt und in Betrieb genommen wurde die Anlage 1899 – damals gegen erhebliche Widerstände konservativer und kirchlicher Kreise.
Die ursprüngliche Anlage wurde 1968 durch ein neues Krematorium am Neuen Friedhof abgelöst. Das heutige Krematorium Offenbach wurde 1996 unmittelbar neben der vorherigen Anlage errichtet und im April 1997 in Betrieb genommen. Es verfügt über zwei Ofenlinien und entspricht den aktuellen technischen sowie umweltrechtlichen Standards. Türen des ersten Offenbacher Krematoriums sind heute noch als Erinnerung in die Friedhofsmauer zur Mühlheimer Straße eingelassen.
Drei Punkte machen die Einäscherung in Offenbach besonders:
- Offenbach gehört zu den wenigen deutschen Städten mit eigenem kommunalem Krematorium – ein Vorteil bei der Organisation, weil keine Überführung in eine andere Stadt nötig ist
- Das Krematorium ist Teil der städtischen Friedhofsverwaltung (ESO) und liegt zentral am Neuen Friedhof, Mühlheimer Straße 425
- Mit fünf städtischen Friedhöfen bietet Offenbach eine breite Auswahl an Beisetzungsformen – vom traditionellen Urnenwahlgrab bis zur anonymen Urnenbeisetzung
Worauf sollte man bei der Wahl des Bestattungsinstituts in Offenbach achten?
Bei der Wahl eines Bestattungsinstituts in Offenbach spielen drei Kriterien eine zentrale Rolle: Erreichbarkeit rund um die Uhr im Trauerfall, transparente Preisaufstellung und Erfahrung mit den örtlichen Friedhöfen und dem Krematorium Offenbach. Familiengeführte Betriebe mit langjähriger Tradition kennen die Abläufe in der Stadt und können den gesamten Ablauf eingespielt koordinieren.
Ein Bestattungsinstitut sollte im Trauerfall jederzeit erreichbar sein. Im persönlichen Beratungsgespräch sollten alle Fragen zur Beisetzungsform, zum Ablauf der Trauerfeier und zu den anfallenden Kosten offen und verständlich besprochen werden können. Wichtig ist außerdem, dass das Institut die Angehörigen umfassend begleitet – von der Überführung über die Behördengänge bis zur Beisetzung. Wer Wert auf bestimmte religiöse oder kulturelle Bräuche legt, sollte das Institut darauf ansprechen.
Häufig gestellte Fragen zur Feuerbestattung in Offenbach
Wo findet die Einäscherung bei einer Feuerbestattung in Offenbach statt?
Die Einäscherung findet im Krematorium Offenbach auf dem Neuen Friedhof statt, Mühlheimer Straße 425. Das heutige Krematorium wurde 1996/97 errichtet und verfügt über zwei Ofenlinien nach aktuellen technischen und umweltrechtlichen Standards.
Welche Friedhöfe in Offenbach bieten Urnenbeisetzungen an?
Die Stadt Offenbach verfügt über fünf Friedhöfe. Der Neue Friedhof an der Mühlheimer Straße ist die zentrale Beisetzungsstätte für die Offenbacher Kernstadt und bietet alle gängigen Urnengrabarten. Weitere Friedhöfe sind der Alte Friedhof an der Friedhofstraße, der Friedhof Bürgel sowie die Friedhöfe in Bieber und Rumpenheim.
Welche Beisetzungsformen gibt es nach der Einäscherung in Offenbach?
Nach einer Einäscherung stehen Urnenwahlgräber, Urnenreihengräber, halbanonyme und anonyme Urnenbeisetzungen sowie Kolumbarien zur Verfügung. Daneben sind Baumbestattungen im Friedwald und Seebestattungen auf Nord- oder Ostsee als gesetzliche Ausnahmen von der Friedhofspflicht möglich.
Wie schnell muss eine Feuerbestattung nach dem Todesfall stattfinden?
Nach hessischem Bestattungsrecht darf eine Bestattung frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes erfolgen. Nach Angaben des Hessischen Innenministeriums wurde die Höchstfrist mit der Gesetzesnovelle 2025 auf zehn Tage verlängert. Vor der Einäscherung ist eine zweite Leichenschau verpflichtend.
Was kostet eine Feuerbestattung in Offenbach ungefähr?
Die Kosten setzen sich aus Bestatterleistung, Fremdkosten und Friedhofsgebühren der Stadt Offenbach zusammen. Verbindliche Preise gibt es erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch, in dem die individuellen Wünsche zu Trauerfeier, Beisetzungsform und Gestaltung besprochen werden. Pietät Hayer in Offenbach arbeitet mit transparenten Preispaketen.
Darf die Urne nach einer Einäscherung zu Hause aufbewahrt werden?
Nach aktueller Rechtslage in Hessen ist eine private Aufbewahrung der Urne grundsätzlich nicht zulässig. Die Urne muss auf einem öffentlichen Friedhof, in einem Kolumbarium, einem Friedwald oder an einem anderen gesetzlich zugelassenen Ort beigesetzt werden.
Können Angehörige bei der Einäscherung anwesend sein?
Im Krematorium Offenbach können Angehörige nach Angaben der Stadtwerke Offenbach auf Wunsch am Sarg Abschied nehmen und in einem separaten Raum der Einfahrt des Sarges in den Ofen beiwohnen. Form und Ablauf werden vom Bestattungsinstitut im Vorfeld mit dem Krematorium abgestimmt.
Wann ist eine Bestattungsvorsorge sinnvoll?
Eine Bestattungsvorsorge ist immer dann sinnvoll, wenn der eigene Wille zur Feuerbestattung verbindlich festgehalten werden soll. Sie entlastet Angehörige organisatorisch und finanziell und lässt sich über Sterbegeldversicherung oder Treuhandkonto absichern.
Hinweis
Die Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle fachliche Beratung.



